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Paula, du bist Laura!
Geraubte Kinder in Argentinien
Erschienen: September 2010
Auflagenart: Neuausgabe
Ausstattung: Hardcover mit Schutzumschlag
Format: 13,5 x 21,0 cm
Seitenzahl: 248
Abbildungen s/w: 17
ISBN: 978-3-86153-593-5
Reihe / Kategorie: Politik/Zeitgeschichte
Der Raub von Babys und Kindern gehört zu den größten Verbrechen, die sich während der argentinischen Militärdiktatur von 1976 bis 1983 ereigneten. Nachdem man ihre Eltern getötet hatte, wurden die Waisen als »Kriegsbeute« von Menschen aufgezogen, die der Diktatur nahestanden. Nur etwa 100 dieser Kinder haben bis heute von ihrer wahren Identität erfahren. Von 400 weiteren fehlt trotz aller Bemühungen von Verwandten und den suchenden »Großmüttern der Plaza de Mayo« bislang jede Spur.
Acht der einst geraubten Kinder erzählen in diesem Buch die erschütternde Geschichte ihres Lebens, einige von ihnen gehen damit zum ersten Mal an die Öffentlichkeit. Analía Argento hat sie ausführlich befragt und ihre Berichte um eigene Nachforschungen ergänzt. Die sehr unterschiedlichen Fälle und Reaktionen der heute meist Dreißigjährigen spiegeln das Thema in all seinen komplexen, grausamen und tragischen Ausmaßen.

Pressestimmen

Die Autorin ergänzt die Biografien mit den notwendigen historischen Fakten, die ebenso spannend dargestellt werden wie die persönlichen Lebenswege. Insgesamt ein Buch, das Herz und Kopf des Lesers gleichermaßen anspricht und noch lange nachwirkt, nachdem man es aus der Hand gelegt hat.
Jessica Zeller, Amnesty Journal

An Argentos Buch beeindruckt vor allem das Spektrum der Sichten, aus denen Betroffene heute ihr Leben betrachten, wie erschüttert oder auch ablehnend sie sich ihrer wahren Herkunft bewusst werden, wie sie sich zu ihren leiblichen und zu den Adoptivfamilien verhalten.
Nordkurier

Die argentinische Journalistin Analía Argento hat zwölf Zwangsadoptierte über Jahre begleitet und beschreibt spannend deren höchst unterschiedliche, aber immer dramatischen Geschichten. Sie schildert den Umgang der heute Erwachsenen mit der neuen Identität, den Zwiespalt der Gefühle gegenüber ihren Adoptivfamilien, wenn diese sie liebevoll aufgezogen haben, und die nicht immer leichte Annäherung an die biologischen Verwandten. Dabei wird das Spannungsfeld zwischen dem Recht der Großeltern auf Aufklärung und dem der Zwangsadoptierten auf Selbstbestimmung deutlich. Ein lesenswertes Buch.
Deutschlandradio Kultur, »LesArt«

Gerade habe ich das Buch Paula, du bist Laura zu Ende gelesen und bin schwer beeindruckt - und dies, obwohl mir dieses Thema ja durchaus nicht fremd ist, da ich ein längeres Hörfunkfeature dazu produziert habe. Analia Argento ist es gelungen, sich mit großem Einfühlvermögen den Personen und ihren schmerzhaften, verunsichernden und sie aus der Balance werfenden Geschichten anzunähern und sie entsprechend an uns Leserinnen und Leser zu transportieren. Glückwunsch, dass der Verlag dieses Buch publiziert hat.
Erika Harzer, Autorin

Die jüngere Geschichte Argentiniens wird durch dieses Buch auf sehr menschliche Weise nahe gebracht. Die erzählten Einzelschicksale und die dabei herausgearbeitete großartige Rolle der Großmütter der Plaza de Mayo sind bewegend. Ein lesenswertes Buch.
Gerlinde Sommer, OTZ

Analía Argento hat in ihrem Buch die bisherige Blickrichtung umgedreht und die subjektive Sichtweise der damaligen Kinder und ihre Probleme in den Mittelpunkt gestellt. Das war notwendig und überfällig. »Puala, du bist Laura!« ist ein ebenso bedrückendes wie eindrucksvolles Buch darüber, was der Staatsterror mit Menschen anstellt und welche Dramen und Krisen sich für die Opfer auch nach Jahrzehnten noch abspielen.
Gert Eisenbürger, ila - Infomationsstelle Lateinamerika, April 2011

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14.99 EUR Erscheinungsdatum: Dezember 2010 Details