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Freie Töne
Die Jazzszene in der DDR
Erschienen: September 2005
Ausstattung: Broschur
Format: 16,5 x 23,5 cm
Seitenzahl: 336
Abbildungen s/w: 134
ISBN: 978-3-86153-370-2
Reihe / Kategorie: DDR-Geschichte
»Die Position des Jazz schwankte immer zwischen strikter Ablehnung und leiser Anerkennung, mehr oder weniger offener Verfolgung und verschämter Duldung, offener Antipathie und heimlicher Sympathie. Trotzdem wurde der Jazz in der DDR nie zum DDR-Jazz. Seine weltweite Reputation insbesondere in den 70er und 80er Jahren erspielte er sich in der tagtäglichen Auseinandersetzung mit einer restriktiven Kulturpolitik. Der Widerspruch zwischen deren starren Ordnungsprinzipien und der innovativen Kraft des Jazz brach in der DDR immer wieder asuf. Was nicht zu verbieten war, wurde schließlich staatlich gefördert - in Verkennung der Tatsache, dass Jazz a priori Protestmusik ist und in seinen besten Beispielen vom Affront gegen jegliches Establishment lebt.«
Rainer Bratfisch

»Das Besondere am Jazz in der DdR erwuchs aus der besonderen geopolitischen Lage in der DDR. Ein Land, eingemauert zwischen Ost und West, in dem ?gelernte DDR-Bürger? lebten, im Ohr und im Gemüt noch den Nazi-Marsch, im Nacken den Stalin-Panzer und die große, aber swinglose russische Seele ...«
Ernst-Ludwig Petrowsky

»Die starke Publikumsnähe war typisch für den DDR-Jazz.«
Konrad Bauer

»Jazz in der DDR war für mich ein verhältnismäßig freier, schwer zensierbarer Zustand, eine durchaus großzügige Spielwiese für kreativ arbeitende Musiker.«
Volker Schlott

Musiker, Veranstalter, Moderatoren, Kritiker und Fans beleuchten in diesem Buch die äußerst vielgestaltigen Facetten einer Nischenkultur. Hinzu kommen über 100 historische Fotos und eine CD mit bisher unveröffentlichten Originalaufnahmen der ersten DDR-All-Star-Band aus dem Jahr 1965.

Pressestimmen

Kundig, plausibel und lesbar auch für jene, die sich für Jazz nur am Rande interessieren, hat Bratfisch eine Anthologie zum Jazz in der DDR gesammelt, die ein kulturelles Phänomen verständlich macht.
Matthias Zwarg, Freie Presse

Die Vielzahl an Perspektiven ergibt insgesamt ein faszinierendes Bild einer außerordentlich komplexen, stilistisch vielfältigen und mit politischen Untertönen assoziierten Szene. (...)
Über das Land mit der höchsten Jazzclub-Dichte Europas gibt es viel zu berichten, zu hören gibt es bisher unveröffentlichte Aufnahmen des Joachim-Kühn-Trios mit Ernst-Ludwig Petrowsky, die diesem spannenden Band beigelegt sind.
Reiner Kobe, JazzPodium

Zugeneigte Aufsätze voller Fakten, Zitate und Anekdoten, geschrieben von Musikern, Wissenschaftlern, Organisatoren, Fans und Moderatoren, addiert Rainer Bratfisch zum Bild davon, wie eine rat- und rastlos überforderte Kulturpolitik mit Phantasie und Konsequenz unterlaufen wurde.
Insofern kann die Geschichte der improvisierten Musik stellvertretend für die langsame Aushöhlung eines Systems als Ganzes stehen. Das macht die schöne Textsammlung darüber, wie man die Geister nicht mehr los wird, auch lesenswert für Nicht-Insider.
Ulrich Steinmetzger, Rheinischer Merkur

Freie Töne muss gelesen werden. Es ist ein authentisches Stück Kulturgeschichte. Dieses Buch muss noch mal gelesen werden. Es ist ein authentisches Dokument ziviler und künstlerischer Selbstbehauptung.
Berliner Literaturkritik

Rainer Bratfisch beweist, dass man Jazz nicht nur hören, sondern auch lesen kann.
Nordkurier

Das Buch besticht durch detailreiche und quellengesättigte Beiträge, die ein buntes Bild der Musik-Opposition in diesem Genre liefern. Denn in vielen Fällen sind die Autoren selbst Musiker oder waren Teil der Jazz-Szene als Beobachter oder Zuhörer.
Neue Soziale Bewegungen