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Der Ch. Links Verlag
Soldat im Golfkrieg
Vom Kämpfer zum Zweifler
Erschienen: Mai 2003
Auflage: 2.
Erstveröffentlichung: April 2003
Ausstattung: Broschur
Format: 12,5 x 20,5 cm
Seitenzahl: 144
Abbildungen s/w: 35
ISBN: 978-3-86153-299-6
Reihe / Kategorie: Politik/Zeitgeschichte
Als Sergeant der U.S. Army erlebt Steven E. Kuhn 1991 die Schrecken des Golfkrieges: Giftgasalarm, Raketenbeschuss, den Tod eines Freundes. Kuwait wird zwar befreit, doch Saddam Hussein bleibt an der Macht. Fassungslos muss Steven E. Kuhn zusehen, wie irakische Soldaten die aufständischen Schiiten in Basra abschlachten, ohne dass die amerikanischen Soldaten eingreifen dürfen. Kuhn beginnt, am Sinn des Kriegs zu zweifeln. Er weiß nicht mehr, wofür er gekämpft hat.
Nach dem Krieg versucht er, sich im zivilen Leben durchzuschlagen, aber die Erlebnisse von 1991 lassen ihn nicht zur Ruhe kommen. Er ist nervös und aggressiv und kann seine Schuldgefühle nicht überwinden. Als George W. Bush zum neuen Krieg rüstet, spricht sich Steven Kuhn dagegen aus. Sein Lebensbericht zeigt, dass niemand unbeschädigt aus dem Krieg kommt, auch nicht die vermeintlichen Sieger.

Pressestimmen

Steven E. Kuhn ist der erste Golfkriegsveteran, dessen Memoiren auf deutsch erschienen sind. Der ehemalige Soldat lebt seit den frühen 90er Jahren in Berlin und versucht nun mit seinen schrecklichen Erinnerungen fertig zu werden. Für ihn ist es unverständlich, daß die USA den neuen Golfkrieg begonnen haben, zumal es keine UNO-Unterstützung gibt. Lieber will er als Aufbauhelfer in den Irak gehen.
Der Tagesspiegel

Dies ist ein ergreifendes Buch: nüchtern, ohne Pathos, ohne Anklage. Gut, daß Steven E. Kuhn, seine Erfahrungen im Golfkrieg von 1991 aufgeschrieben hat.
Freies Wort

Das Buch gibt Einblicke in das Denken und Fühlen der US-Soldaten. Der einst hochdekorierte Mustersoldat ist in den Jahren seit dem vorigen Golfkrieg zum Zweifler geworden und lehnt den neuen Irakkrieg ab. Noch immer leidet er wie 160 000 andere unter dem Golfkriegssyndrom.
Trierscher Volksfreund

Kuhns Lebensbericht ist in seiner Authentizität fesselnd und aufrüttelnd, gerade weil er nicht kategorisch die Seiten gewechselt hat, nicht der Bekehrte ist, sondern der von vielen Ungewißheiten Geplagt. Kuhn zeigt, daß niemand unbeschädigt aus einem Kreig kommt - auch nicht der vermeintliche Sieger.
Schweriner Volkszeitung