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Sozialistische Helden
Eine Kulturgeschichte von Propagandafiguren in Osteuropa und der DDR
Erschienen: September 2002
Auflagenart: Neuausgabe
Ausstattung: Broschur
Format: 16,5 x 23,5 cm
Seitenzahl: 312
Abbildungen s/w: 48
ISBN: 978-3-86153-271-2
Reihe / Kategorie: Politik/Zeitgeschichte
Adolf Hennecke, Täve Schur und Sigmund Jähn zählen zu den populärsten Figuren der DDR-Geschichte - der eine war Held der Arbeit, der andere Held des Sports, der dritte Held der Wissenschaft im Kosmos. Sie verkörperten die Ideale des Staates, stellten menschliche Symbole des Sozialismus dar und waren so etwas wie frühe Stars. Als strahlende Vorbilder, denen nachgeeifert werden sollte, unterlag ihr Leben öffentlichen Inszenierungsmechanismen. Zugedacht war ihnen ausschließlich eine Rolle, die durch Bescheidenheit und Volksnähe, Engagement und Tatkraft geprägt war. Die inneren Konflikte, ja zum Teil dramatischen Schicksale durften nicht an die Öffentlichkeit dringen.
Von der Sowjetunion vorgegeben, wurden auch in Polen, Ungarn und der Tschechoslowakei sozialistische Helden aufgebaut. Juri Gagarin und Walentina Tereschkowa waren die sowjetischen Vorzeigefiguren in der Weltraumfahrt, der polnische General Karol Swierczewski stand für Unbeugsamkeit im Kampf und Julius Fucík verkörperte den antifaschistischen Märtyrer in der CSSR.
Wissenschaftler mehrerer Länder sind ihren Mythen gefolgt, dokumentieren ihre wechselvollen Geschichten und stellen internationale Vergleiche an.

Pressestimmen

So neu der disziplinenübergreifende Ansatz an der Schnittfläche zwischen Kulturgeschichte, Sozialpsychologie, Politik und Mdienwissenschaft erscheint, so erfrischend lebendig, spannend und lesbar ist dieses Buch - selbst in seinen Theorie-Kapiteln - verfasst. Die Erschließung eines neuen, seltsamerweise fast noch unbearbeiteten Forschungsfeldes der Propagandageschichte wird darin plastisch und auch für den Laien mit Hilfe seines persönlichen Erfahrungshorizonts nachvollziehbar.
Thüringische Landeszeitung

In den Kapiteln zu den diversen Heldengeschichten manifestiert sich ein Grundmuster heldenhafter Erfindungen und Inszenierungen, aber auch Strukturelemente des Märchens und christlicher Heiligenlegenden werden sichtbar. In einführenden Übersichten kommen zwei wichtige Faktoren bei der sozialistischen Heldenproduktion und -rezeption zur Sprache: die jeweilige historische Situation, aus der sich national unterschiedliche Akzente in den sozialistischen Heldenerzählungen ergaben, und der Umgang der Länder mit ihrer Geschichte, die extensiv zur heldenhaft reinen Erfolgsgeschichte mutiert wurde.
Neue Zürcher Zeitung

Der von Silke Satjukow und Rainer Gries herausgegebene Band ermöglicht einen faszinierenden Einblick in die Entstehungsgeschichte und nachwirkende Prägungen sowjetischer und sozialistischer Identitäten.
Die gleich hohe Qualität der Betrachtungen und die klare homogene Struktur des Sammelbandes erlauben es dem Leser, auf einfache Art und Weise für sich selbst bestimmte Heldenmuster hervorzuheben und über die Länder hinweg zu vergleichen.
H-Soz-u-Kult

Das Buch ist ein Muß für jeden, der sich für Propaganda interessiert. Er wird sensibler werden für Manipulationen und gefälschte Lebensläufe, für geschürte Legenden und am Schreibtisch erfundene Mythen.
NDR 1, Kulturjournal

Die kulturgeschichtliche Heldeninventur - so die Herausgeber im Vorwort des Buches - steht erst am Anfang. Doch schon dieser Anfang macht Lust auf mehr. Und vielleicht wird so ja auch deutlicher, dass das staatssozialistische System in seinen kulturellen Dimensionen viel komplexer strukturiert war, als es sich die Apparatschiks in Ost und West vorstellen konnten/oder wollten.
Kulturpolitische Mitteilungen