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Die hauptamtlichen Mitarbeiter der Staatssicherheit
Personalstruktur und Lebenswelt 1950-1989/90
Erscheinungstermin digitales Buch: September 2010
Basiert auf der Buchausgabe: Dezember 2000
Datei-Format: PDF
Seitenzahl: 658
ISBN: 978-3-86284-026-7
Reihe / Kategorie: Wissenschaftliche Reihe der Bundesbeauftragten für die Stasiunterlagen
Das Ministerium für Staatssicherheit war - gemessen an der Bevölkerung - die größte Geheimpolizei der Welt. Jens Gieseke untersucht erstmals systematisch die personelle Zusammensetzung dieses Apparats, dokumentiert die Hintergründe seines Wachstums und beschreibt die Motivlage des hauptamtlichen Korps. Einbezogen werden dabei die Entscheidungsprozesse in der Staats- und Parteiführung sowie der Einfluß der sowjetischen »Tschekisten«. Der historische Bogen spannt sich vom deutsch-deutschen »kalten Bürgerkrieg« der Gründerjahre über den Aufstieg zur unantastbaren Sicherheitselite bis hin zur Entmachtung im Herbst 1989. Mit präzisen Fallstudien und anschaulichen Milieubildern gelingt dem Autor eine Geschichte der Staatssicherheit »von innen«.

Pressestimmen

Gieseke hat ein ausgesprochen interessantes und trotz seines Umfanges gut lesbares Werk vorgelegt. Nur wer Kaderakten des MfS kennt, weiß vermutlich die Leistung Giesekes bei deren auswertender Bewältigung zu schätzen.
Horch und Guck

Anders als viele Diktaturforscher begnügt sich Gieseke nicht mit der Analyse programmatischer Erklärungen, sondern geht der widersprüchlichen und keineswegs gradlinigen Praxis der Stasi nach.
Mit seinem Ansatz gelingen ihm sowohl prägnante Einblicke in Herkunftsmilieu und Lebenswelt der klassenkampf- und widerstandsgeprägten Führungskader der Gründergeneration ... als auch in die Mechanismen der persönlichen Bereicherung, der poststalinistischen Gewaltpraxis und in die Folgen des Feindbildverlustes der bereits in der DDR sozialisierten Aufstiegsgeneration, die die Verbindung zur kommunistischen Tradition und Utopie verloren hatte und die Stasi in die Krise von 1989 führte.
Glanzpunkte der Studie sind die mentalitätsgeschichtlichen Ausflüge in die durch ideologischen Enthusiasmus, persönliche Identifikation und Elitebewusstsein geprägte »tschekistische Lebenswelt« der verschiedenen Stasi-Generationen, die diese zunehmend von der umgebenden Bevölkerung abschottete und zu einer eigenen Gesellschaft verfestigte ...
Die Zeit

Wer über die goldbetressten Paladine Erich Mielkes und ihresgleichen mehr erfahren, wer sich gründlich über die Kader und das Milieu der Staatssicherheit informieren will, wer nach genauen Daten und Fakten, nach verlässlichem Zahlenmaterial sucht, der wird in der Monographie von Jens Gieseke fündig. In jahrelanger Forschungsarbeit hat er Personalstruktur und Lebenswelt der Stasi durchleuchtet und seine Befunde, eingeordnet in politische Zusammenhänge und historische Hintergründe, zu einem umfassenden Werk verarbeitet. Dem 37jährigen promovierten Politologen und Historiker ist - um es rundheraus zu sagen - ein großer Wurf gelungen.
Deutschlandfunk

Wer sich künftig mit Geschichte und Soziologie des MfS befassen will, muß Jens Giesekes Studie zu seiner Pflichtlektüre machen.
Deutschland Archiv

Jens Gieseke gelingt es, die Geschichte des MfS in der Geschichte des deutschen Kommunismus und der politischen Polizei in Deutschland zu verorten. Ferner ist zu betonen, daß der Text in beeindruckender Weise durchgängig den Forschungsstand zur DDR-Geschichte reflektiert.
Der souveräne Umgang mit Materie, Forschung und Begrifflichkeit stellt das Fundament für eine Studie dar, die auch über die historische DDR-Forschung hinaus auf breites Intersse stoßen dürfte.
Insgesamt bleibt festzuhalten, daß es sich bei Jens Giesekes Buch um einen hervorragenden Beitrag zur Historisierung und Entmystifizierung der DDR-Staatssicherheit handelt.
H-Soz-u-Kult