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Staatssicherheit am Ende
Warum es den Mächtigen nicht gelang, 1989 eine Revolution zu verhindern
Erscheinungstermin digitales Buch: September 2010
Basiert auf der Buchausgabe: November 1999
Auflage: 2.
Erstveröffentlichung: März 1999
Datei-Format: PDF
Seitenzahl: 874
ISBN: 978-3-86284-031-1
Reihe / Kategorie: Wissenschaftliche Reihe der Bundesbeauftragten für die Stasiunterlagen
Die »Tschekisten« der DDR hatten geschworen, die SED-Herrschaft unter Einsatz ihres Lebens zu verteidigen. Doch statt ein letzte Schlacht zu schlagen, zogen sie sich im Herbst 1989 eher kopflos zurück und stellten sich wenig später geduldig um ihre Entlastungspapiere an. Was war mit ihnen geschehen? Wie haben die Offiziere die Situation damals wahrgenommen, welche Taktiken entwickelten sie und welche Aufgabe war den offiziellen Mitarbeitern in der Bürgerrechtsbewegung zugedacht? Walter Süß hat fünf Jahre lang die einschlägigen Akten ausgewertet und Zeitzeugen befragt. Minutiös rekonstruiert er den inneren Zerfallsprozeß des Ministeriums für Staatssicherheit und die vielfätigen Ursachen dafür. Manche Legende von der Allmacht der SED-Geheimpolizei wird dabei demontiert. Geschildert werden die vergeblichen Versuche, den revolutionären Umbruch aufzuhalten, dann sich ihm anzupassen und schließlich von ihm zu profitieren.

Pressestimmen

Liebhaber seriöser, aber dennoch gut konsumierbarer, mit vielen Anekdoten gespickter, zeitgeschichtlicher Dokumentationen werden bei Süß auf ihre Kosten kommen. Das umfangreiche Werk liest sich stellenweise wie eine gute Reportage.
Nana Brink, DeutschlandRadio

Süß verzichtet weitgehend auf Polemik oder ideologische Wertungsrituale und das tut dem Buch gut. Eine rundum gelungene und durch die Fallbeispiele interessante Darstellung.
Heiko Weckbrodt, Dresdner Neueste Nachrichten

Walter Süß arbeitet die Ursachen heraus, warum das MfS sehenden Auges auf seinen Untergang zugesteuert ist: Er verweist auf die ideologische Erosion durch die Perestroika, den Verlust sowjetischer Protektion, die wirtschaftliche Ausweglosigkeit und die Ausreisewelle.
Die Welt

Ein verdienstvolles Werk, wobei besonders der faire Umgang mit den schwierigen Quellen des Stasi-Archivs zu loben ist und seine akribische Analyse dieser Quellen.
Deutschland-Archiv

Wer sich gründlich mit dem Zusammenbruch des MfS auseinandersetzen will, kann auf dieses Buch nicht verzichten. Der Autor leistet einen wesentlichen Beitrag zur Geschichte der Implosion des DDR-Sozialismus.
Karl Wilhelm Fricke, Der Tagesspiegel