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Sicherungsbereich Literatur
Schriftsteller und Staatssicherheit in der Deutschen Demokratischen Republik
Erscheinungstermin digitales Buch: September 2010
Basiert auf der Buchausgabe: September 1998
Auflage: 2.
Erstveröffentlichung: Oktober 1996
Datei-Format: PDF
Seitenzahl: 899
ISBN: 978-3-86284-042-7
Reihe / Kategorie: Wissenschaftliche Reihe der Bundesbeauftragten für die Stasiunterlagen
Joachim Walther legt nach dreijähriger Forschungsarbeit seine mit Spannung erwartete Gesamtdarstellung über die Kontrolle und Beeinflussung der DDR-Literatur durch das Ministerium für Staatssicherheit vor. Er bietet zu den literarischen Primärtexten nunmehr die konspirativen Kontexte.
Dabei behandelt er das Verhältnis von Auftraggeber SED zu Auftragnehmer MfS genauso wie die strukturelle und personelle Entwicklung des zuständigen Sicherheitsapparates. Den Hauptteil seiner Studie bildet die Analyse der Methoden des MfS zur Überwachung, Unterwanderung und gezielten Beeinflussung des literarischen Lebens in der DDR, die von »Abschöpfen« bis »Zersetzen« reichten. An ausführlichen Fallbeispielen wird plastisch beschrieben, wie als »feindlich-negativ« eingestufte Schriftsteller operativ bearbeitet wurden und welche Rolle dabei inoffizielle Mitarbeiter spielten. Ein gesonderter Abschnitt beschäftigt sich unter Nennung von Klar- und Decknamen mit diesen »literarischen« IM, ihren Motiven und höchst unterschiedlichen Entwicklungswegen. Ein ausführliches Personen- und Decknamenregister ermöglicht die Nutzung dieser 888 Seiten umfassenden Überblicksdarstellung zugleich als Nachschlagewerk.

Pressestimmen

Walther legt erstmals eine zusammenhängende und umfassende Dokumentation des facettenreichen Komplexes Stasi und Literatur in der DDR vor.
dpa

Dieses Buch wird so bald nicht übertroffen sein.
Adolf Endler, Berliner Zeitung

Die Öffentlichkeit ist inzwischen über die Stasi-Problematik vielfach unterrichtet worden. Doch noch nie war die Nachthälfte unserer jüngsten Geschichte so weiträumig ausgemessen worden wie in Walthers Buch, das geheime Anteilnahme der Stasi an der Literaturgesellschaft DDR dokumentiert.
Thüringer Allgemeine

Was Walther nach vierjähriger Forschungsarbeit vorlegt, ist ein Standardwerk, das die Verstrickungen von Gesit und Macht in der Diktatur offenbahrt.
TLZ

Walther, selbst Opfer einer repressiven Kulturpolitik, entwirft am ruhmlosen Beispiel der DDR eine Archäologie der Macht unter den totalitären Bedingungen des Realsozialismus.
Kurt Drawert, Radio Bremen

Zweifellos ist diese Untersuchung nicht nur das mit Abstand wichtigste Buch des Herbstes, es dürfte darüber hinaus den Standard dafür setzen, wie man sich mit diesen diffizilen Themen auseinanderzusetzen hat. Joachim Walther tut es mit fast schon schmerzender Distanz und mit einer Fairneß, die geradezu exemplarisch ist. Hier gibt es kein Eiferertum, keine Besserwisserei post festum, keine Schwarzweiß-Malerei oder gar eine IM-Hatz. In kühler, manchmal schon unerträglicher Sachlichkeit referiert das Buch Tatsachen, die zu wissen wichtig sind, um diktatorische Mechanismen zu verstehen.
Hans-Georg Soldat, Eßlinger Zeitung

Diese wissenschaftliche Leistung läßt sich weder totloben noch ignorieren.
Freie Presse

Eine wissenschaftliche Arbeit wie diese sollte sich nicht mit dem Hinweis legitimieren müssen, sie zeige auch die andere Geschichte der DDR, auch Nichtkorrumpierbarkeit und das Widerstehen. Ihr Gegenstand ist primär Darstellung eines repressiven Apparates, der vierzig Jahre lang funktioniert, der Opfer, Täter und Widerständische beschädigt und um ihre Lebensmöglichkeiten gebracht hat. Dies beschrieben zu haben ist Joachim Walthers Verdienst, mit seiner Studie zu arbeiten, wird Aufgabe auch der Kommission sein, die dem westdeutschen PEN-Club die Modalitäten für die Vereinigung mit den Erben des PEN-Clubs der DDR vorzuschlagen hat.
Die Zeit

Der grosse Roman zur Wende, wie ihn die deutsche Kritik seit Jahren erwartet, nun ist er doch noch erschienen.
(...) In den Blick genommen heisst, ein Begehren zu äussern. Übertragen auf unser Problem, hiess das Begehren vielleicht, ein Verständnis zu schaffen. Das ist die Leistung des Verfassers und der nüchterne Wert dieses Buches.
Neue Züricher Zeitung

Detailverliebte Studie über die letzten zwanzig Jahre der DDR-Schriftstellerüberwachung. Stiftung Lesen