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Literaturaustausch im geteilten Deutschland
1945-1972
Erschienen: September 2014
Ausstattung: Broschur
Format: 14,8 x 21,0 cm
Seitenzahl: 496
ISBN: 978-3-86153-807-3
Reihe / Kategorie: Forschungen zur DDR-Gesellschaft
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde mit der Aufteilung Deutschlands unter den alliierten Siegermächten auch eine Literaturlandschaft geteilt. Julia Frohn zeigt, wie sich trotzdem ein reger Literaturaustausch zwischen Ost und West vollzog - auch schon vor Unterzeichnung des Grundlagenvertrags 1972. Sie beschreibt die jeweiligen Buchmarktentwicklungen und die deutsch-deutschen Verlagsbeziehungen ebenso wie den vielschichtigen, oft widersprüchlichen Umgang mit der jeweils »anderen« Literatur in beiden Teilen Deutschlands. Behandelt werden zugleich die Druckgenehmigungen als Zensurmittel und die heimlichen »Plusauflagen« in der DDR, die Tarn- oder Scheinverlage in der Bundesrepublik und die Rolle der Börsenvereine in Ost und West. In einem umfangreichen Glossar werden wichtige Institutionen und amtliche Regelungen vorgestellt. Das Buch gibt Einblicke in eine facettenreiche Kulturgeschichte, die gleichermaßen überraschen und faszinieren.

Pressestimmen

Julia Frohn beackert mit ihrer umfangreichen Studie ein bedeutendes, aber bisher wenig bekanntes Kapitel deutsch-deutscher Literatur- und Verlagsgeschichte. Hier wird Literatur als Teil der politischen Zeitgeschichte deutlich. neben Entdecker- und Bewahrerfunktion erfüllt Julia Frohns Buch auch die einer reichen wissenschaftlichen Arbeitsquelle.
Sabine Neubert, Neues Deutschland

Der Autorin gelingt es trotz der Unterschiede im Quellenzugang zu ausgewogenen Urteilen zu kommen. Sie argumentiert nüchtern, was das Buch zu einer erfrischenden und kenntnisreichen Lektüre macht. Nicht nur auf Grund der Informationsdichte, sondern auch durch das umfangreiche und gut recherchierte Glossar erhält es den Charakter eines Standardwerkes.
Christian Rau, sehepunkte

Julia Frohn gelingt es, durch sorgfältig recherchierte Fallgeschichten genauere Einsichten in die Vorgänge auf beiden Seiten zu vermitteln, und gleichzeitig durch deren sinnvolle Anordnung ein bipolares Protokoll des buchgeschichtlichen Prozesses insgesamt zu entwerfen.
Hans Altenhein, ISALonline