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Mauerkrieger
Aktionen gegen die Mauer in West-Berlin 1989
Erschienen: Februar 2014
Ausstattung: Broschur
Format: 19,5 x 21,0 cm
Seitenzahl: 128
Abbildungen s/w: 78
ISBN: 978-3-86153-788-5
Reihe / Kategorie: Veröffentlichungen der Stiftung Berliner Mauer DDR-Geschichte
Berlin 1989: Ob Brandsätze gegen Grenzanlagen, »Verschönerungen« des Streckmetallzauns mittels Bolzenschneider oder Protesttransparente an Aussichtsplattformen - mit spektakulären Aktionen gegen die Mauer wollen junge Ausgereiste aus der Hallenser Heavy-Metal- und Punk-Szene von West-Berlin aus das zunehmende Aufbegehren gegen die politischen Verhältnisse in der DDR unterstützen, wollen Zeichen der Solidarität nach Osten setzen und gegen die Gleichgültigkeit derjenigen protestieren, die sich im Westen mit der Mauer arrangiert haben.
Ole Giec und Frank Willmann schildern die Entwicklung von sechs jungen Männern, ihre Motive und Erfahrungen von Kontrolle und Kriminalisierung, die sie erst zu Systemgegnern der DDR werden ließen. Die spannende Geschichte von Heavy Metal und Ausreise wird ergänzt durch Interviews damaliger Akteure und zahlreiche Abbildungen. Beiträge verschiedener Autoren zum historischen Kontext wie der linksradikalen Szene in Kreuzberg, Repression und Opposition jenseits der Mauer, der Gefahr einer »chinesischen Lösung« und zu Aktionen der West-Berliner Gruppe der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte beleuchten die politischen Hintergründe der dramatischen Vorgänge in den 1980er Jahren.

Pressestimmen

Der schmale schwarze Band aus dem Ch.Links Verlag ist ein präzise und meisterhaft kombiniertes Geschichtsbuch über die Wendezeit: Wenige, aber aufschlussreiche Bilder, gut geschriebene kurze Hintergrundstücke, Interviews mit den Beteiligten, darunter auch einem Grenzsoldaten der damaligen Zeit, Zahlen und Fakten. Alles authentisch, klar, informativ und ja, auch sehr unterhaltsam. Ein Stück Jugendkultur von vor 25 Jahren.
Dorothea Heintze, chrismon.de