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Halbstarke in der DDR
Verfolgung und Kriminalisierung einer Jugendkultur
Erschienen: März 2010
Auflagenart: Neuausgabe
Ausstattung: Broschur
Format: 14,8 x 21,0 cm
Seitenzahl: 320
ISBN: 978-3-86153-579-9
Reihe / Kategorie: Forschungen zur DDR-Gesellschaft
Die Halbstarken in der Bundesrepublik gelten als die erste amerikanisierte Jugendkultur in der deutschen Nachkriegsgeschichte. Sie orientierten sich in Kleidung und Habitus an Filmschauspielern wie James Dean und Marlon Brando sowie an den in den fünfziger Jahren aufkommenden Stars des Rock 'n' Roll. Auch Teile der DDR-Jugend waren von diesen Idolen begeistert. Die SED-Funktionäre sahen in der »amerikanischen Unkultur« jedoch ein »Störfeuer des Klassenfeindes«. Der Konflikt mit nonkonformen Jugendlichen in der DDR wurde unverhältnismäßig politisiert und ideologisch überfrachtet, und die Halbstarken, auch Rowdys genannt, mussten erleben, wie sie zunehmend kriminalisiert und strafrechtlich verfolgt wurden.
Basierend auf Zeitzeugengesprächen, Recherchen zu Halbstarken-Krawallen in der ostdeutschen Provinz und Materialien aus DDR-Archiven untersucht Wiebke Janssen erstmals das ostdeutsche Pendant zum westdeutschen Halbstarken-Phänomen und liefert so einen Beitrag zu einer integrierten deutschen Nachkriegsgeschichte. Die Autorin beschreibt die Jugendpolitik der SED in den frühen Jahren der DDR sowie Sozialisation und Alltag von Jugendlichen in den fünfziger Jahren. Auf dieser Grundlage arbeitet sie subkulturelle Stilelemente der DDR-Halbstarken heraus und schildert die Überwachung und Kontrolle jugendlicher Freizeitgruppen.

Pressestimmen

Janssens Dissertation ist eine wirklich ansprechende und anspruchsvolle Zusammenstellung der relevanten SED-Herrschaftsakten auf ZK- und Bezirksebene. Ihre Beschreibung und Analyse fügt sich gelungen in die deutschsprachige Forschungsliteratur zur DDR.
Heiner Stahl, H-Soz-u-Kult

Wiebke Janssen liefert einen wichtigen Beitrag zur Erforschung jugendlicher Subkulturen im Spannungsfeld zwischen individuellen Freiheits- und politisch-ideologischen Normierungsansprüchen. Sie schließt damit nicht zuletzt die Lücke der 50er Jahre, die auf diesem Forschungsgebiet bislang klaffte. In ihrer anschaulichen und quellengesättigten Darstellung kann sie zudem vielfach Bezüge zwischen den beiden deutschen Nachkriegsgesellschaften aufzeigen.
Marc-Dietrich Ohse, Sehepunkte