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Bilderschule der Herrenmenschen
Koloniale Reklamesammelbilder
Erschienen: Oktober 2008
Auflagenart: Neuausgabe
Ausstattung: Hardcover
Format: 21,0 x 25,0 cm
Seitenzahl: 256
Abbildungen farbig: 483
ISBN: 978-3-86153-499-0
Reihe / Kategorie: Geschichte in Bild und Text
Für das späte 19. und beginnende 20. Jahrhundert sind die in vielen Ländern vertriebenen Reklamesammelbilder aus der Alltagskultur nicht wegzudenken. Die damals aufstrebende Werbebranche nutzte koloniale und exotische Motive als Blickfang, um Kauflust zu entfachen, Kunden zu binden und zugleich nationalen Stolz zu erzeugen. Das millionenfach unter die Menschen gebrachte Bildgut im Kleinformat reproduzierte so ziemlich alle Stereotype des Fremden, die im Umlauf waren. Deshalb waren die Kolonialsammelbildchen alles andere als ideologisch-politisch harmlos.Sie trugen zur Legitimation bei, den »Rest der Welt« zu unterwerfen und auszubeuten, auch wenn sie noch so bunt und gefällig daherkamen. Wer durch diese Bilderschule des Kolonialismus gegangen war, der hatte seine Lektion vom weißen Herrenmenschen gelernt.
In diesem einzigartigen Bild-Text-Band zur deutschen Kolonialgeschichte, der sich auf den Fundus der Sammlung Willi Goffart stützt, werden die verschiedenen Bildmotive nach Themen vorgestellt und kritisch kommentiert.

Pressestimmen

Was sich aus den »kolonialen Bildwelten« mentalitätshistorisch herauslesen lässt, beweist der Historiker Joachim Zeller ebenso eindrucksvoll wie einsichtig. Als ausgewiesener Kenner der Kolonialgeschichte kann er die Motive nicht nur historisch korrekt einordnen. Er versteht es, die farbigen Sammelbildchen zuallererst als Träger stereotypischer Weltanschauungen zu deuten und zu ordnen.
Jörg von Bilavsky, www.titel-magazin.de

Ein ausgezeichnetes und originelles »Geschichtsbuch«. Hier zeigt Joachim Zeller, Historiker und Experte für die deutsche Kolonialgeschichte, die Werbesammelbilder jener Zeit in regionalen, thematischen und chronologischen Zusammenhängen. (...) Hunderte Reproduktionen in hervorragender Qualität und in Farbe lassen den Ungeist dieser Zeit erahnen, die gut lesbaren Begleittexte sind wertvolle Quellen, nicht nur für Anfänger in Sachen deutscher Kolonialgeschichte.
Martin Zähringer, Rheinischer Merkur

Ein faszinierendes, zugegebenermaßen unterhaltsames, Bilder- und Geschichtsbuch, das gar nicht moralinsauer auch am Anfang des 21. Jahrhunderts, 125 Jahre nach Beginn der kurzen deutschen Kolonialzeit, zeigt, wie tief die Ideen und Bilderwelten des Kaiserreiches im kollektiven Unterbewusstsein verankert sind und wie wenig dies bis heute aufgearbeitet worden ist.
Stefan Bitterle, WDR 3

Zeller weiß, dass er einen Schatz geborgen hat und setzt konsequent auf die Wucht des visuellen Horrors. Sein Bilderbuch aus Sammelkarten ist thematisch sortiert, und statt langgewundener Aufsätze finden sich lediglich kürzere, doch präzise Begleittexte. Die Bilder sprechen für sich – die richtige Entscheidung.
Anne Haeming, Das Parlament