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»Ich werde es nie vergessen«
Briefe sowjetischer Kriegsgefangener 2004-2006
Erschienen: März 2007
Auflagenart: Neuausgabe
Ausstattung: Broschur
Format: 16,5 x 23,5 cm
Seitenzahl: 272
Abbildungen s/w: 42
ISBN: 978-3-86153-439-6
Reihe / Kategorie: NS-Geschichte
Nach den europäischen Juden waren sie die zweitgrößte Gruppe von Opfern des Nationalsozialismus - die sowjetischen Kriegsgefangenen des Zweiten Weltkriegs. Fast sechs Millionen Militärangehörige wurden gefangengenommen, nicht einmal die Hälfte überlebte und leistete Zwangsarbeit für das Deutsche Reich. Die anderen - drei Millionen Menschen - wurden am Straßenrand erschossen, verhungerten oder erfroren, starben an Seuchen oder Misshandlungen. Nach 1945 setzte sich das Leiden oft fort, denn Stalin misstraute den Heimkehrern und ließ viele als Verräter in Straflager sperren.
Von deutscher Seite wird den zur Zwangsarbeit eingesetzten Kriegsgefangenen die Gleichbehandlung mit zivilen NS-Zwangsarbeitern verweigert und eine Entschädigung abgelehnt. Der Verein KONTAKTE - KOHTAKTbI hat deswegen ein Bürger-Engagement für »vergessene« NS-Opfer ins Leben gerufen, um Betroffene auf privatem Wege finanziell zu unterstützen. Damit verbunden war die Bitte, Erlebnisse aus der Zeit der Gefangenschaft aufzuschreiben. Aus mehr als 1000 eingesandten Briefen sind für das Buch 60 ausgewählt worden, die ein eindrückliches Bild der Gefangenschaft zeichnen. Sie werden durch einführende historische Darstellungen ergänzt.

Pressestimmen

Bei der Lektüre kann man sich manchmal nicht wehren gegen die Erschütterung und Fassungslosigkeit über das Schicksal und die Behandlung dieser Menschen. Das wichtige Buch macht uns Deutsche mit einem Teil unserer Geschichte bekannt, die weitestgehend verdrängt wurde.
Gerd Fleder, Buchprofile

Bücher wie dieses beurteilt man nicht in Kategorien von gut und schlecht, sondern von wichtig und unwichtig. Dieses Buch ist wichtig. Es zeigt, was bei allen Debatten in den vielen Jahren nach dem Krieg nicht erzählt wurde. Es zeigt die Tabus der Nachkriegsgesellschaft und wie wichtig kleine Gesten der Versöhnung sind. Das wichtigste an diesem Buch ist aber die erneute Erkenntnis, dass jeder Einzelne ein Recht darauf hat, seine Geschichte aufzuarbeiten. Auch wenn es den Zuhörern noch so weh tut. Für den Erzähler ist das schlimmer: Er war nämlich dabei.
Thomas Franke, WDR 5

Die gesammelten Briefe belegen eindringlich die besondere Zusammenballung von leidvollen Erfahrungen in den Kriegs- und Nachkriegsjahren, die das Schicksal sowjetischer Kriegsgefangener im Dritten Reich und danach kennzeichnete. Angesichts dieser Biografien kann beim Leser nur ein bedrücktes Unbehagen über die unebene deutsche Erinnerungslandschaft zurückbleiben.
Andreas Hilger, Sehepunkte 7