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Kolonialheld für Kaiser und Führer
General Lettow-Vorbeck - Mythos und Wirklichkeit
Erschienen: September 2006
Auflagenart: Neuausgabe
Ausstattung: Broschur
Format: 16,5 x 23,5 cm
Seitenzahl: 224
Abbildungen s/w: 73
ISBN: 978-3-86153-412-9
Reihe / Kategorie: Schlaglichter der Kolonialgeschichte
Bis heute umgibt den hoch dekorierten Soldaten des Ersten Weltkriegs der Mythos des unbesiegten, ritterlich kämpfenden und genialen Generals, der einer gewaltigen Übermacht trotzte und das deutsche Kolonialreich erfolgreich verteidigte. Selbst der britische Gegner zollte den militärischen Fähigkeiten des »Löwen von Afrika« einst seinen Respekt, und noch immer sind Kasernen und Straßen in Deutschland nach Lettow-Vorbeck benannt. Der Autor dieses mit zahlreichen historischen Fotos illustrierten Buchs fragt nach den Gründen dafür und entmystifiziert »die Lichtgestalt« der deutschen Militär- und Kolonialgeschichte. Er zeigt einen Mann, der in Deutsch-Südwestafrika am Völkermord an den Herero und Nama beteiligt war, der in Deutsch-Ostafrika während des Ersten Weltkriegs eine brutale und rücksichtslose Kriegsführung praktizierte, der 1920 am rechts gerichteten Kapp-Lüttwitz-Putsch gegen die junge Republik von Weimar teilnahm, der dem »Führer« als begeisterter Kolonialpropagandist diente und zum Lebensende an seinem verkrusteten Geschichtsbild festhielt. Im Ergebnis einer gründlichen Quellenauswertung entstand so eine kritische biographische Untersuchung, die sich auch mit den Verteidigern der alten Legenden auseinandersetzt.

Pressestimmen

Ein äußerst faktenreiches und lesenswertes Buch.
Reiner Scholz, Das Parlament

Mit dem Mythos des ehrbaren und unbesiegten Soldaten Lettow-Vorbeck räumt Uwe Schulte-Varendorff auf. Er stellt präzise dar, wie verzweifelt sich die letzten deutschen Soldaten unter lettow-Vorbeck durch Afrika schlugen und wie wenig sie noch hätten siegen können. Da halfen auch die treuen Askari nicht - eine weitere Legende, die der Autor entkräftet. (...) Schulte-Varendorff hat mit seinem sauber recherchierten Buch einen sachlichen Beitrag zur langsam einsetzenden Diskussion um den General Lettow-Vorbeck geleistet.
Katharina Borchardt, WDR 3, Resonanzen

Die inhaltlich wie auch dank eines umfangreichen Anhangs formal verläßlich abgestützte Biographie erfüllt alle Ansprüche an solide wissenschaftliche Arbeit und verläuft im besten Sinne quer zu jeglichen Beschönigungsversuchen der deutschen Kolonialgeschichte im allgemeinen sowie der Person Lettow-Vorbecks im besonderen.
Schattenblick

Die gut recherchierte, reich illustrierte und auch für den historischen
Laien mit Gewinn zu lesende Darstellung auf der Basis unveröffentlichter
Quellen und einschlägiger Literatur zeichnet in gebotener Stringenz die
militärische Laufbahn des Kolonialoffiziers nach, schildert seine
Bilderbuchkarriere in der kaiserlichen Armee (z. B. beteiligt an der
Niederschlagung des Boxeraufstandes und am Vernichtungs- und
Eroberungskrieg gegen die Hereros und Nama), seine Skrupellosigkeit bei
der Wahl militärischer Mittel, sein außergewöhnliches Organisations- und
Improvisationstalent, aber auch seinen elitären Standesdünkel, seinen
Ehrgeiz, seine unbedingte Bereitschaft zu ausgeprägter Härte gegenüber
vermeintlichen minderwertigen Rassen.
Reinhold Lütgemeier-Davin, H-Soz-u-Kult

Die Vorgehensweise des anschaulich geschriebenen Buches lässt sich als hart, aber fair bezeichnen: Der Autor stellt Lettow-Vorbeck und dem Kult um ihn ein destaströses Zeugnis aus, verbleibt aber in einem auf gute Quellenarbeit gestützten, sachlichen Ton. das Buch sei auch allen Lokal- und Bundespolitikern, Militärs und AnwohnerInnen empfohlen, die bis heute erfolgreich eine Umbenennung der von-Lettow Vorbeck-Kasernen und Straßen ablehnen.
Philip Aubreville, iz3w

Erstaunlicherweise fehlte bisher eine fundierte wissenschaftliche Studie zum politischen Wirken des Generals. Der Osnabrücker Historiker Uwe Schulte-Varendorff schafft nun Abhilfe. Auf der Grundlage eines breiten Quellenfundus zeichnet der Autor ebenso materialreich wie sachlich den Lebensweg Lettow-Vorbecks nach. (...) Die von Schulte-Varendorff zusammengetragenen Fakten machen deutlich, dass Lettow-Vorbeck weder ein harter, aber fairer Kolonialoffizier war noch etwa zum Namenspatron einer demokratischen Armee taugt.
Andreas Eckert, Die ZEIT

Es ist bezeichnend für den stiefmütterlichen und bisweilen verklärenden Umgang mit der deutschen Kolonialgeschichte, dass es bisher keine fundierte Biographie Lettow-Vorbecks gab. Diese Lücke hat Uwe Schulte-Varendorff auf beeindruckende Weise geschlossen. Klar und überzeugend stellt er einen Menschen vor, der andere nichts galten, der das Führerprinzip schon zu Zeiten des Kaiserreiches verinnerlicht hatte - zumindest solange er die Rolle des Führers spielen konnte.
Jürgen Zimmerer, Süddeutsche Zeitung