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Lateinamerikanische Literatur in der DDR
Publikations- und Wirkungsgeschichte
Erschienen: August 2004
Auflagenart: Neuausgabe
Ausstattung: Broschur
Format: 14,8 x 21,0 cm
Seitenzahl: 408
ISBN: 978-3-86153-344-3
Reihe / Kategorie: Forschungen zur DDR-Gesellschaft
Lange bevor in der Bundesrepublik ein breiteres Interesse für Lateinamerika entstand, wurden in der DDR bereits Autoren wie Pablo Neruda oder Jorge Amado publiziert. Später folgten García Márquez, Fuentes, Cortázar und andere. Ging es in den ersten Jahren vor allem um Texte aus dem richtigen politischen Lager, öffnete sich das literarische Profil hin zu einer mehr und mehr weltoffenen Literatur.
Jens Kirsten untersucht die Bedeutung der lateinamerikanischen Literatur für die DDR, wobei er sowohl auf ihre vermittelnde Funktion zur Welt als auch ihre Instrumentalisierung für politische Zwecke eingeht. Er zeichnet das widersprüchliche Verhältnis von staatlichen Vorgaben, Zensurpraxis und genutzten Handlungsspielräumen in den Verlagen anhand von Dokumenten und Zeitzeugenaussagen nach.
Eine umfassende Bibliographie ergänzt dieses Standardwerk der deutschen Lateinamerika-Forschung.

Pressestimmen

In dem differenzierten Bild, das Kirsten von den Publikationshintergründen zeichnet, liegt eine der großen Leistungen dieses Buches. Es ist aber nicht nur für DDR-Interessierte Lesenswert: Flüssig und anregend geschrieben, kann jeder, der sich für lateinamerikanische Literatur erwärmt, beim Stöbern in alten Geschichten sein Vergnügen finden.
Lateinamerika Nachrichten

Dem Autor ist tatsächlich gelungen, was der Klappentext verspricht. Für die Editionsgeschichte von Literatur aus und über Lateinamerika in der DDR hat Jens Kirsten einen überzeugenden Standard vorgelegt, der hoffentlich anregend auf Folgeprojekte wirken wird, die für eine noch ungeschriebene Kulturgeschichte der DDR benötigt werden.
Monika Walter, Weimarer Beiträge