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Verräter oder Verführte
Eine psychoanalytische Untersuchung Inoffizieller Mitarbeiter der Stasi
Erschienen: März 2004
Auflagenart: Neuausgabe
Ausstattung: Broschur
Format: 14,8 x 21,0 cm
Seitenzahl: 248
ISBN: 978-3-86153-327-6
Reihe / Kategorie: Forschungen zur DDR-Gesellschaft
Insgesamt 600 000 Menschen wurden vom MfS über die Jahre als Inoffizielle Mitarbeiter angeworben. Sie sind aus politischer Überzeugung oder Abenteuerlust, aus Karrieregründen oder Rache, aus Angst vor Repressionen oder mit der Sehnsucht nach Anerkennung und Geborgenheit eine unheil- und leidbringende Allianz mit dem Ministerium für Staatssicherheit eingegangen, haben teilweise Kollegen, Bekannte, Freunde oder sogar die eigene Familie observiert und verraten. Wie stehen diese Menschen zu ihrer damaligen konspirativen Tätigkeit 14 Jahre nach Auflösung des MfS?
Erstmals wurde mit dieser psychoanalytischen Untersuchung eine Möglichkeit geschaffen, die unbewußten Motivationen für ihr Handeln zu hinterfragen. Zwanzig ehemalige Inoffizielle Mitarbeiter erzählten ihre Lebensgeschichten, die den Einschätzungen durch das MfS gegen-übergestellt wurden. Eine Gruppe von fünf Psychoanalytikern erarbeitete daraufhin eine Gesamtbeurteilung, die die unterschiedlichen Wahrnehmungen durch den IM selbst und durch seine Führungsoffiziere berücksichtigt und auf diesem Weg zu einer möglichst gerechten Einschätzung von Tat und Tätern gelangt.

Pressestimmen

Hier wird nichts beschönigt, das sei ausdrücklich bemerkt. Aber hier werden psychische Dispositionen, Gefühlslagen, Traumatisierungen und Schwächen erläutert, die von der Staatssicherheit perfide genutzt wurden, um Menschen gefügig zu machen. (...) Indem Ingrid Kerz-Rühling und Tomas Plänkers auf die Polarisierung zwischen Täter und Opfer zunächst verzichten, ist es ihnen gelungen, einen ganzen Strauß von Prägungen aus der Kindheit, Verletzungen, Verlust- und Versagensängsten zusammenzutragen.
Jaqueline Boysen, Deutschlandfunk

Das Buch ist sorgfältig und plausibel gearbeitet und schöpft seine Stimmigkeit nicht nur aus den eigenen Interviews und theoretischen Überlegungen der Autoren, sondern aus einer Art psychoanalytischem Beirat, der in bewährter »rating-Distanz« die Texte sorgfältig durchdiskutiert hat auf mögliche Täuschungen oder eigene Verstrickungen der Autoren.
Tilman Moser, Frankfurter Rundschau