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Stille Hilfe für braune Kameraden
Das geheime Netzwerk der Alt- und Neonazis. Ein Inside-Report
Erschienen: Februar 2002
Auflage: 2.
Erstveröffentlichung: April 2001
Ausstattung: Klappenbroschur
Format: 12,5 x 20,5 cm
Seitenzahl: 216
Abbildungen s/w: 35
ISBN: 978-3-86153-266-8
Reihe / Kategorie: Politik/Zeitgeschichte
Unbehelligt agiert seit 50 Jahren der SS-Veteranenverein Stille Hilfe für Kriegsgefangene und Internierte in der Bundesrepublik. Prominentestes Mitglied ist Gudrun Burwitz, die Tochter Heinrich Himmlers. Vier Jahrzehnte lang konnte die getarnte Nazi-Organisation sogar auf staatliche Vergünstigungen bauen, denn sie verfügte über den Status der Gemeinnützigkeit. Offiziell ging es ihr um die Betreuung von NS-Kriegsverbrechern, deren Unterstützung mit Geld und Anwälten sowie das Einreichen von Gnadenerlassen, oft in Zusammenarbeit mit prominenten Politikern aus den Unionsparteien. Doch im Hintergrund wurde zugleich an einem internationalen Netzwerk der braunen Szene gearbeitet, die nachwachsende Generation einschlägig geschult und die finanzielle Staffelstabübergabe eingeleitet. Für die Neonazi-Szene der zweiten und dritten Generation waren die braunen Kameraden nicht nur ideelles Vorbild, sondern auch praktische Ratgeber und tatkräftige Helfer.
Oliver Schröm und Andrea Röpke berichten zum einen aus dem Innern der Neonazi-Szene heraus, schildern aber auch detailliert, wie die NS-Massenmörder Alois Brunner und Klaus Barbie im Zusammenspiel von Geheimdiensten und Nazi-Organisationen untertauchen konnten. Anhand der spektakulären Fällen von Erich Priebke, dem Buchhalter des Todes aus Rom, oder Anton Malloth, dem brutalen Aufseher aus Theresienstadt, zeigen die Autoren die Versäumnisse der deutschen Justiz auf und machen deutlich, auf welchem gesellschaftlichen Nährboden der heutige Rechtsextremismus entstanden ist.

Pressestimmen

Die Netzwerke des Vereins haben die Autoren anhand einiger Fälle aufwendig recherchiert. Ein informativer Blick ind Dunkel der rechten Szene, der zeigt, wie braunes Gedankengut über generationen weitergegeben und reanimiert wird.
Stern

Es ist ein unglaublich spannend geschriebenes Buch, geschickt verknüpfen die Autoren Vergangenheit und Gegenwart, blenden Ereignisse übereinander und liefern so weit mehr als das aktuelle Buch zum Prozeß: Der Band ist eine Generalabrechnung mit der in diesem Land seit Kriegsende geduldeten Hilfe für alte und junge Nazis, wie es sie bisher auf dem deutschen Buchmarkt nicht gab.
Süddeutsche Zeitung

Für ihre Recherchen schmuggelten sich Schröm und Röpke bei SS-Veteranentreffen ein, getarnt als brauner Führungsnachwuchs. Das macht das Buch lebendig, die Begegnungen mit prominenten Alt- und Neonazis wirken authentisch erzählt.
Der Tagesspiegel

Dem Verlag wie auch den Autoren ist es zu danken, Licht in die dunkle Szene gebracht zu haben. Vor allem aber haben sie mit der blauäugigen Legende aufgeräumt, dass Rechtsradikalismus zuallererst ein ostdeutsches Problem sei.
Publik Forum

Was die Autoren Schröm und Röpke an Material zusammengetragen haben, erschüttert weniger aufgrund der Tatsache, dass sich hier Ewiggestrige gegenseitig unterstützen. Der eigentliche Skandal, der aufgedeckt wird, liegt in dem Zusammenspiel zwischen Stiller Hilfe, kirchlichen Kreisen, Justiz und Politik. (...)
Die Geschichte des Peter Finkelgruen ist der rote Faden dieses spannend geschriebenen Buches, das die Vergangenheit und Gegenwart der Stillen Hilfe schildert und das einen wütend und hilflos macht.
Deutschlandfunk

Der Report überzeugt durch die dichte Materialfülle und die spürbare Intimkenntnis der Szene, Ergebnis der Ermittlungen vor Ort.
antifa

Andrea Röpke und Oliver Schröm waren der Organisation zehn Jahre Auf der Spur. Das Ergebnis ist ein spannendes Buch, das viel über die Strukturen der rechten Szene und die Hilflosigkeit des Staates verrät.
Max

Der Report von Oliver Schröm und Andrea Röpke einen (realen) Politkrimi zu nennen, ist sicherlich nicht falsch. Im Gegensatz zu anderen Krimis fehlt ihm aber ein befriedigender Schluss. Den VerfasserInnen des Buches ist das nicht anzulasten.
antifa-rundschau

Zehn Jahre lang haben Andrea Röpke und Oliver Schröm im braunen Sumpf gewühlt, haben sich vertrauliche Informationen aus Alt- und Neonazi-Kreisen beschafft, sich in ihre Veranstaltungen und Treffen einschleusen lassen und den direkten Kontakt zu allen wichtigen Personen dieser Kreise gesucht. Das Ergebnis dieser Recherche ist das Buch Stille Hilfe für braune Kameraden, ein Buch über die ungesühnten Verbrechen der Nazi-Zeit und über eine Organisation, die dies im Einklang mit höchsten Justizbeamten, mit gesellschaftlichen Spitzenfunktionären und Politikern ermöglichte.
Frankfurter Rundschau

Das Buch ist ein erschreckendes Kapitel deutscher Nachkriegsgeschichte und der Verharmlosung des Nationalsozialismus. Und es dokumentiert den unheilvollen Brückenschlag zwischen Alt- und Neonazis. Andrea Röpke und Oliver Schröm haben der Demokratie mit ihrem brisanten Zeitzeugnis einen Dienst erwiesen.
Rhein-Zeitung

Der Insider-Report ist ein unbequemes Buch über die politische Nachlässigkeit gegenüber braunen Tätern, ihren Organisationen und ihrem neonazistischen Nachwuchs.
Kommune

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