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Unternehmen Magdala
Strafexpedition in Äthiopien
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1867 rüstete Großbritannien eine gewaltige Strafexpedition aus. Mit 60 000 Mann und 30 000 Lasttieren landete eine britisch-indische Armee in Äthiopien, um gegen die Bergfestung Magdala vorzurücken. Dort hielt der äthiopische Kaiser Theodor II. einige britische Diplomaten und europäische Geiseln, darunter Deutsche und Schweizer, fest. Die Militäraktion sollte die Gefangenen befreien und das beschädigte Prestige Englands als führender Weltmacht wiederherstellen. Dieses in Deutschland kaum bekannte »Unternehmen Magdala« mit seinem immensen logistischen Aufwand ist ein frühes Beispiel für die Industrialisierung des Krieges, die »Einbettung« von Journalisten und die Rechtfertigung militärischen Eingreifens als »humanitäre Intervention«. Volker Matthies behandelt die Vorgeschichte der Militärexpedition, schildert ihren dramatischen Verlauf und zieht eine kritische Bilanz der politischen und kulturellen Folgen des kolonialen Unternehmens. Der Band enthält zahlreiche zeitgenössische Illustrationen und seltene Fotos, die diese europäische Machtdemonstration in Afrika veranschaulichen.
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Pressestimmen: |
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Volker Matthies, Experte für Frieden- und Konfliktforschung, hat im Berliner Christoph Links Verlag eine umfassend recherchierte Analyse der Geschehnisse vorgelegt. Jan Scheper, tageszeitung
Man kann Volker Matthies, Politikwissenschaftler, Konfliktforscher sowie ausgewiesener Kenner Ostafrikas, nur dankbar sein, dass er der deutschen Öffentlichkeit dieses nahezu vergessene Kapitel des frühen Imperialismus auf meisterliche Weise ins Gedächtnis zurückruft. Es ist beeindruckend, wei er dabei kulturgeschichtliche Aspekte (so begleiteten Wissenschaftler und Kriegsberichterstatter den Tross) mit alltagsgeschichtlichen sowie politischen Fragen verknüpft. Jürgen Zimmerer, DAMALS
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