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Völkermord in Deutsch-Südwestafrika
Der Kolonialkrieg (1904–1908) in Namibia und seine Folgen
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2004 jährt sich zum hundertsten Mal der Beginn des Kolonialkrieges, den das deutsche Kaiserreich gegen die Herero und Nama in Deutsch-Südwestafrika (heute Namibia) führte. Das militärische Vorgehen der deutschen Schutztruppe endete in einem Völkermord, der seine Fortsetzung in den landesweit eingerichteten Konzentrationslagern fand, in denen nahezu jeder zweite afrikanische Kriegsgefangene zu Tode kam. Die besiegten Afrikaner verloren nicht nur ihr Land und ihren Viehbesitz, sondern wurden fortan auch einem rigiden Kontrollsystem unterworfen. Im vorliegenden Band werden Ursachen, Verlauf und Folgen dieses Kolonialkrieges beleuchtet. Dabei findet die historische Perspektive der Deutschen wie der Afrikaner gleichermaßen Berücksichtigung. Nicht zuletzt wird die Frage nach der Bedeutung des ersten von Deutschen verübten Völkermordes für die weitere Geschichte beider Länder aufgeworfen, eines Genozids, der im kollektiven Bewusstsein der Deutschen weitgehend vergessen ist, wohingegen er in Namibia bis heute ein nationales Trauma darstellt.
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Leseproben / Material: |
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Inhaltsverzeichnis Leseprobe
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Pressestimmen: |
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Die Autoren, allesamt ausgewiesene Kenner, spannen einen Bogen von der Vorgeschichte des Krieges bis zu Forderungen der Herero nach Entschädigung an die Bundesrepublik und deutsche Firmen. Besonderen Wert haben die Herausgeber darauf gelegt, dass auch die afrikanische Perspektive angemessen berücksichtigt wird. Wer sich umfassend und fundiert über den von deutscher Seite als Vernichtungskrieg geführten Konflikt informieren möchte, dem sei der reich bebilderte Band empfohlen. Thomas Morlang, ZEIT LITERATURBEILAGE
In diesem absolut lesenswerten Buch wird die Geschichte des Kolonialkrieges von international renomierten Autorinnen und Autoren intensiv beleuchtet. Die Perspektiven der Deutschen und der Afrikaner werden gleichermaßen berücksichtigt. Frank Willmann, www.satt.org/gesellschaft
Die 14 Autoren des Bandes liefern einen vorzüglichen Wegweiser durch die wenig bekannte Ereignisgeschichte und die vielfältigen Facetten ihrer Deutung. Steffen Richter, Tagesspiegel
Völkermord in Deutsch-Südwestafrika ein lange fälliges und im Kontext des anstehenden 100jährigen Kriegsjubiläums unbedingt empfehlenswertes Buch nicht nur zur historischen Diskussion. Claus Kristen, junge Welt
Der mit zahlreichen Fotos, Abbildungen und ausführlichem Anhang gut aufbereitete und auch ohne Vorkenntnisse lesbare Band aus dem wachen Ch. Links Verlag kann dazu beitragen, dass sich [u.a. an der Helden-Verehrung (Anm. der Red.)] etwas ändert. Michael Scheiner, Jazzthetik
Alle Beiträge stammen von ausgewiesenen Wissenschaftlern. Die Texte, die provozierenden Thesen und die zahlreichen Abbildungen von Fotos, Postkarten, Karikaturen und Karten machen aus diesem Buch eine sehr informative und kritische Bestandsaufnahme. Sie stimmt den Leser nachdenklich. Prof. Dr. Leonhard Harding, Damals
Wer diesen ausgewogenen und sorgfältig erarbeiteten Band liest, wird verstehen, warum Geschichte auch nach hundert Jahren noch schmerzen kann. Kersten Knipp, Neue Zürcher zeitung, 21.1.04 In der Gesamtschau aller Beiträge entsteht ein lebendiges, konkretes und stellenweise erschütterndes Bild, das Veränderungen in den Herero- und Name-Gesellschaften von der Mitte des 19. Jahrhunderts über den Kolonialkrieg, das massenhafte Sterben und die beginnende Neuorganisation afrikanischer Bevölkerungsgruppen nach 1915 sichtbar macht. In überzeugender und einer heutigen Geschichtsschreibung angemessenen Weise werden Interaktionen von Afkrikanern/innen und Europäern sowie verschiedener afrikanischer Gruppen untereinander erkennbar - eine Tatsache, die dieses für ein breites Publikum geschriebene Buch auszeichnet. Archiv für Sozialgeschichte
In der Gesamtschau der mit vielen historischen Fotographien ausgestatteten Kapitel entsteht ein lebendiges und teilweise erschütterndes Bild namibischer Geschichte. In überzeugender und einer heutigen Geschichtsschreibung angemessenen Weise werden Interaktionen von Afrikanern und Europäern sowie verschiedener afrikanischer Gruppen untereinander erkennbar - eine Tatsache, die dieses für ein breites Publikum geschriebene Buch auszeichnet. Das Historisch-Politische Buch
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